Floorball Verband Hessen e.V.

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16.07.2018

Die Universität Kassel ist Deutscher Hochschulmeister 2018!

Mitte Juni fanden in Göttingen die diesjährigen Floorball Adh Open, die inoffiziellen Deutschen Hochschulmeisterschaften, statt. Zum ersten
Mal in der Geschichte der Adh Open geht der Meistertitel nach Hessen.

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Team Kassel nach dem Sieg im Finale. Hintere Reihe v.l. - Jan Behnert, David Tihovskoj, Philip Haferkamp,
Dominik Wulf. Untere Reihe v.l.: Nico Grossmann, Goalie Stefan Grenzebach, John Lehto

 

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Team Kassel bei der Siegerehrung. Hintere Reihe im Stehen v.l. - Nico Grossmann, David Tihovskoj,
Domik Wulf. Untere Reihe im Sitzen v.l.: Jan Behnert, John Lehto, Philip Haferkamp, Goalie Stefan Grenzebach.

 

 

Die Adh Open finden seit 2015 in der Variante Kleinfeld statt. Das Team der Uni Kassel war bisher bei allen Turnieren
dabei und konnte in dem Premierejahr immerhin zum Vizemeister werden. In den darauffolgenden Wettbewerben scheiterten
die Nordhessen immer wieder an den starken Gegnern aus München und Karlsruhe. In diesem Jahr konnte Uni Kassel sich
endlich gegen die Konkurrenz durchsetzen und gewann den Hochschulmeistertirel 2018!

Bei den Adh Open 2018 spielten insgesamt 10 Teams, die in zwei 5er Gruppen eingeteilt waren, wobei je vier beste Teams
sich nach der Gruppenphase ins Viertelfinale qualifizierten. Neben der Uni Kassel war Hessen auch durch die Universitäten
Giessen und Marburg vertreten.

Am ersten Wettkampstag wurde in der Gruppe "A" Karlsruhe zum Gruppensieger, gefolgt von Kassel, Göttingen und Würzburg.
Uni Giessen belegte Platz 5. In der Gruppe "B" konnte sich Uni Marburg vom vierten Platz sich ins Viertelfinale qualifizieren.
Vor den Marburgern landeten Tübingen, Heidelberg und Hannover. Uni Dortmund wurde fünfter.

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Spielszene Kassel vs Karlsruhe

 

Am zweiten Wettkampfstag standen die K/O-Spiele auf dem Programm. In den Viertelfinals setzte sich Uni Karlsruhe 5:1
gegen Marburg durch, Tübingen gewann 3:1 gegen Würzburg, Göttingen schlug 2:1 die Uni Heidelberg und Kassel gewann
in der torreichsten Partie 11:6 gegen Uni Hannover.

In den Platzierungsspielen um die Plätze in der zweiten Tabellenhälfte kam es dann zum Hessenderby, in dem Marburg 4:0 Gießen
schlug. Danach unterlag Giessen 4:5 gegen Hannover und gewann im Spiel um die Plätze 9/10 gegen Uni Dortmund 3:1. Marburg
verlor die Partie um die Plätze 7/8 gegen Würzburg 2:4.

In den Halbfinals konnte Uni Kassel 4:2 Uni Tübingen schlagen, und Karlsruhe entschied seinen Finaleinzug gegen den Gastgeber
Göttingen 2:1 in der Overtime. Im packenden Finale bewies Uni Kassel das Moral und konnte den 0:2 Rückstand in einen 4:3 Sieg
gegen Karlsruhe umwandeln und somit den Meistertitel gewinnen.

 

Kommentare der Spieler der Uni Kassel, deren Team aus den Spielern des SV Espenau Rangers und den Teilnehmeren des Hochschulsports bestand:

Nico Grossmann (Spieler des SV Espenau, Präsident des Floorball Verbandes Hessen und Student der Gesellschaftswissenschaften)
fasst seine Eindrücke zusammen:
"Das Finale war sehr spannungsgeladen. Wir wollten aus unseren Fehlern aus dem Gruppenspiel lernen und gerade deren Schlüsselspieler
defensiv besser und klüger verteidigen. Zu Beginn gelang uns das nicht so gut, wodurch wir 2:0 hintenlagen. In diesem Moment hat unser
Team Moral bewiesen und innerhalb von kurzer Zeit mit 4 Toren das Spiel gedreht. Das musste Karsruhe erstmal verarbeiten. Aufgrund
einer etwas unnötigen 2-Minuten Strafe kam nochmal Spannung in die Partie, da dem Gegner der Anschlusstreffer gelang. Die letzten
Sekunden des Spiels waren an Spannung kaum zu überbieten, aber wir haben die restliche Zeit recht souverän runtergespielt und das
Match 4:3 gewonnen. Ein tolles Gefühl, endlich die Revanche gegen Karlsruhe geschafft zu haben und uns den Titel zu sichern."

Jan Behnert (Hochschulsport Kassel, FB Mathematik und Naturwissenschaften) fasst zusammen:
"Wir hatten einen starken Kader, beide Reihen haben viele Tore geschossen, und alle Spieler haben mit viel Spielfreude gespielt.
Wir haben gut ins Turnier gefunden, die ersten drei Spiele souverän und verdient in der Höhe gewonnen. Bei der Niederlage im
letzten Gruppenspiel gegen Karlsruhe haben wir gesehen, dass wir in der Defevenisve hätten besser stehen müssen. Das Achtelfinale
haben wir souverän gemeistert, im Halbfinale haben wir defensiv sehr gut gestanden, die Tore kamen zur richtigen Zeit... und dann
endlich im Finale zum ersten Mal gegen Karlsruhe gewonnen. Die hatten sogar einen ungarischen Nationalspieler in ihren Reihen,
den musste ich als zum Beispiel komplett in Manndeckung nehmen... hartet Kampf, spannendes Finale und Riesenfreude nach
dem Gewinn des Meistertitels."

Bericht der Uni Gießen zu den Adh Open:

"Dieses Jahr waren wir zum ersten Mal bei den inoffiziellen Hochschulmeisterschaften mit einer WettkampfGemeinschaft aus THM
und JLU dabei. Darunter fünf unserer Ligaspieler. Leider hatten wir kurzfristig verletzungsbedingte Ausfälle. Doch durch spontane
Zusagen, hatten wir allerdings noch zwei Reihen + Goalie. Dass unser Team aber nicht eingespielt war (es waren Spieler aus dem
THM-Kurs bzw. Vereinstraining und dem JLU-Kurs, der Goalies nicht gewöhnt ist, da), merkte man leider in der Gruppenphase
bereits gegen die sehr starken Teams aus Kassel, Karlsruhe und Göttingen (wurden 1. bis 3.; je 1:9 verloren). Zusätzlich gab es
eine unglückliche 0:1-Niederlage in Overtime gegen Würzburg. Das alles war aber im super Abendprogramm mit Grillen,
Spikeball und Co. aber wieder schnell vergessen.

Am Sonntag gab es dann die Platzierungsspiele. Der erste Spiel war gleich das „Derby“ gegen das Team der Marburger Uni,
welches leider 0:4 gegen uns ausging. Danach ging es, vor allem was unsere Tore anging, aber bergauf! In einem sehr spannenden
Spiel gegen Hannover hatten wir allerdings wieder in Overtime das Nachsehen und verloren 4:5. Das Spiel um Platz 9 gegen
Dortmund gewannen wir dann aber mit 3:1!

Insgesamt waren es zwei sehr schöne, spaßige Tage im niedersächischen Göttingen! Einen Dank an die sehr gute Arbeit der Orga!
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Vielleicht ja dann als offizielle DHM und evtl. mit je einem Team der THM und JLU?"

 

Alle Ergebnisse im Überblick:
 
Bericht auf der Webseite des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes:
 
Bilder von den Adh Open Floorball 2018:
 
Alle Deutsche Hochschulmeister im Überblick:
 
2015: Technische Universität Karlsruhe “KIT”
2016: TU München
2017: Technische Universität Karlsruhe “KIT”
2018: Uni Kassel
 
Text und Fotos: Dimitri Sendetski

 

 


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